Bioanalytik II

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Bioanalytik II

von zxomz08 » Mi 10. Apr 2024, 18:31

Allgemeines:
Dieses Modul wird für die Medizintechniker angeboten als 6 ECTs-Veranstaltung, die als Spezialisierungsfach "Biomechanik und Bionik" gewählt haben. Einmal in der Woche kann man sich in Stuttgart die Vorlesung vom Professor Nußberger entweder live oder online (Aufzeichnungen aus älteren Semestern) anzuschauen.
Die Inhalte waren meist physikalisch, aber manchmal auch molekularbiologisch. So wurde zum Beispiel erklärt, wie eine optische Pinzette funktioniert oder welche Mathematik hinter der Strukturanalyse von Proteinen bei der Röntgenkristallographie steht.

Thema Prüfung:
Die Vorlesung war NICHT prüfungsrelevant, denn es gibt keine Prüfung.
Stattdessen musste man eine schriftliche Hausarbeit vorbereiten, die maximal 12 Seiten (mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Quellen) umfasst und am Ende des Semesters abgegeben wird. Zusätzlich musste man die Hausarbeit an einem zusätzlichen ganztägigen Seminar in 20-30 min vorstellen. Zu jedem Vortrag gab es eine 5min-Fragerunde. Die schriftliche Ausarbeitung war die Grundlage der Note, der Seminarvortrag hat die Note dann bei den meisten minimal verändert. Dennoch werden Hausarbeit und Vortrag 50:50 gewichtet. Die Themen wurden bereits vor den Weihnachtsferien verteilt, man durfte aus einer Liste sich ein Thema aussuchen.
Themenbeispiele:
- CRISPR/Cas-Methode
- Droplet Interface Bilayer (leicht)
- Phagen-Display (leicht)
- Protein ORIGAMI
- Minflux-Mikroskopie (schwerer)
- Alphafold
- Protein-Protein-Interaktion (leicht)

Insgesamt waren alle sehr zufrieden mit ihren Noten und der Aufwand ist nicht zu groß - vorausgesetzt man wählt kein sehr komplexes Thema ;)

Tipps und Hinweise:
Es saßen hauptsächlich technische Biologen in der Vorlesung. Manchmal wären Grundkenntnisse aus Modulen, die die technischen Biologen belegt haben, zum Verständnis von Vorteil. Dennoch konnte auch ich als Medizintechnikerin ohne besondere Vorkenntnisse sich die Vorträge anhören, weil der Prof die Grundlagen oftmals live noch an der Tafel erklärt. Für die Endnote sind die Vorträge prüfungsrelevant, weil man bei seiner Hausarbeit teilweise auch ganz andere bioanalytische Themen wählt. Ich empfehle stark, dass man versucht einfache und nicht-physikalische Themen zu wählen, um keine Probleme mit Wissenslücken zu haben. In der Fragerunde nach den Vorträgen fragt der Professor gerne nach physikalischen Formeln (aus der VL) und fragt hierzu fragen.
Bei mir wurden nur sehr leichte biologische Fragen zum Vortrag gestellt und auch bei der Bewertung der Hausarbeit wurde netter bewertet, da ich Medizintechnikern war und gewisse Grundkenntnisse der technischen Biologen evt. fehlen.
Wer das Modul wählen und anrechnen möchte, muss sich übrigens für zwei mündliche Prüfungsleistungen anmelden - am besten bei Fragen das Prüfungsamt anschreiben.

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